2. Sommernachtsball mit Tombola und Preisverleihung

Am 13. September 2025 lud die Staatsoperette zum zweiten Sommernachtsball unter dem Motto „Traumfabrik Hollywood“ und entführte die über 600 Gäste in die schillernde und aufregende Welt der Leinwandstars. Nach der Premiere der selten gespielten Operette „Kinostar!“ des „Rössl“-Schöpfers Ralph Benatzky unter dem ursprünglichen Titel „Axel an der Himmelstür“ erwartete die Ballgäste ein exklusiver Abend mit spektakulären Rahmenprogramm, einem Büfett mit erlesenen Spezialitäten und Tanz bei Live-Musik bis in die frühen Morgenstunden.

Einer der Höhepunkte war die vom Förderforum organisierte Tombola mit 200 attraktiven Gewinnen im Gesamtwert von ca. 9000 Euro.

Die Verleihung von Preisen für das verdienstvolle Wirken an der Staatsoperette hat auch eine gute Tradition auf den Bällen.
Das Förderforum verlieh den Preis für ihr künstlerisches Gesamtschaffen an Christina Maria Fercher und den Preis „Hinter den Kulissen“ an Heike Aleith.

v.r.n.l. Christina Maria Fercher (Preisträgerin), Dr. Marlies Volkmer (Vorsitzende Förderforum), Anke Aleith (Preisträgerin), Kathrin Kondaurow (Intendantin), Dr. Lutz Kuntzsch (1. stellv. Vorsitzender Förderforum)

Verabschiedung Prof. Werner Patzelt aus dem Vorstand

Er kam wie gewohnt in seiner burschikosen, jungenhaften Art zur Vorstandssitzung am 11.11.2024 um 11 Uhr. Das Datum hätte nicht besser gewählt werden können …


Prof. Patzelt, der von 2012 bis 2022 den Takt im Vorstand des Förderforums der Staatsoperette als Vorsitzender angegeben hatte, wurde in gebührender Weise von seiner Funktion als Vorsitzender „entlastet“. Er hat den Vorsitz schweren Herzens abgegeben, aber sein beruflicher Lebensmittelpunkt liegt nicht mehr in Dresden, sondern in Brüssel. Und wie konnten wir ihn am besten verabschieden als mit einem symbolischen Taktstock, mit dem er zukünftig an anderer Stelle den Takt angeben wird.

Marlies Volkmer und Detlev Puchta fanden bei der Übergabe des Taktstockes die richtigen Worte, um Prof. Patzelt für seine 10-jährige Tätigkeit im Förderforum zu danken und ihm für die Zukunft alles erdenklich Gute zu wünschen. Er bleibt selbstverständlich dem Förderforum erhalten. Als Pendler zwischen Brüssel und Dresden werden wir ihn immer wieder in der Staatsoperette bei der einen oder anderen Veranstaltung antreffen.

2010-ALT

Ungeachtet dessen gründete sich im Juli 2010 die Interessengemeinschaft (IG) Kraftwerk Mitte zur Durchsetzung einer Ansiedlung von Staatsoperette und dem Theater Junge Generation bei gleichzeitiger Ansiedlung von Firmen der Kreativ- und Kulturwirtschaft verfolgte.

Entgegen seiner bisherigen Meinung fasste der Stadtrat im Herbst 2010 mit 36 zu 34 Stimmen den Beschluss zur Ansiedlung beider Spielstätten im ehemaligen Kraftwerk Mitte mit einer Investitionssumme von rund 100 Millionen Euro Der Dresdner Stadtrat beschloss am 20. Oktober 2010 mit hauchdünner Mehrheit von 36 zu 34 Stimmen unter Einbeziehung verbliebener denkmalgeschützter Bauten, das Areal zu einem neuen Standort für die beiden fest etablierten Häuser Staatsoperette und des Theater Junge Generation (TJG) zu entwickeln. Die Abstimmung sei mit 36:34 denkbar knapp ausgegangen – die Stadträte von CDU und FDP stimmten für den Standort Wiener Loch.

2008-ALT

Als 2008 die Idee aufkam, anstelle des Kesselhauses im Heizkraftwerk Mitte ein neues Domizil für die Staatsoperette und ein Theater zu errichten, hielten das viele für eine unbezahlbare Vision. Im Mai 2008 ging der Dresdner Stadtrat das finanzielle Wagnis ein und beschloss den 93-Millionen-Neubau mit nur einer Stimme Mehrheit und stimmte damit für einen Umzug der Staatsoperette in das ehemalige Kraftwerk Mitte. Der Beschluss galt jedoch vorbehaltlich eines gleichzeitig beauftragten Kostenvergleichs der Standortvarianten, der dazu führte, dass ein Operettenneubau am Wiener Platz günstiger wäre.

Seit 2008 trieb die Landeshauptstadt die schrittweise Revitalisierung der denkmalgeschützten Brache des Heizkraftwerks Mitte voran. Das Herz der Planungen war dabei der Neubau der Staatsoperette Dresden und des tjg.theater junge generation auf dem Gelände.

2002-ALT

Förderung der Tournee der Staatsoperette nach Dänemark vom 5.bis 11.Oktober 2002 in Höhe von 39.000 Euro.

16. Oktober

Kaum war die Operette aus Dänemark zurück, eröffnete der Oberbürgermeister Roßberg an diese Tag die Absicht, die Staatsoperette aus dem städtischen Haushalt herauszunehmen und die Operette schließen und dass damit am 1. August 2003 der letzte Vorhang fallen soll. Die Entrüstung ist groß gewesen, Intendant Fritz Wendrich nannte die Schließungspläne für sein Haus bei 90 Prozent Auslastung ein „Stück aus dem Tollhaus“.

12.November 2002

Das hat nicht nur zu einem Apell-Brief des Dresdner Operettenforums an den Oberbürgermeister geführt, sondern hat auch die CDU-Fraktion auf den Plan gerufen. Deren Vorsitzender Michael Grötsch und der damalige Intendant Fritz Wendrich gründeten an dieem Tag zusammen mit weiteren Entrüsteten den „Förderverein der Staatsoperette Dresden e.V.“, der bereits drei Wochen später am 04. Dezember 2002 in das Vereinsregister eingetragen wurde. Eine der ersten neuen Amtshandlungen des Vereins war der Druck des Flyers mit dem Aufruf „Operette im Zentrum“, dem Vorläufer des heutigen gleichnamigen Logos.

19. Dezember

Nach weiteren Aktionen, darunter die Sammlung von 107.000 Unterschriften für den Erhalt der Staatsoperette auf öffentlichen Auftritten des Ensembles, z.B. am Wiener Platz, hat der Stadtrat beschlossen, die Staatsoperette nicht zu schließen und einen neuen Standort zu suchen. Damit war die Staatsoperette erst einmal gerettet. Gleichwohl blieb dies aber nicht die einzige Rettungsaktion.

1992-ALT

Die Hamburger haben ein ganz besonderes Verhältnis zur Operette. Da nimmt es nicht wunder, dass sich eingedenk der Städtepartnerschaft Hamburg-Dresden am 14. August 1992 sechzehn Personen im Dresdner Hotel Bellevue einfanden, um den Verein „Dresdner Operetten-forum“ aus der Taufe zu heben, der schließlich mit seiner Eintragung im Vereinsregister des Dresdner Kreisgerichts am 23.September 1992 Rechtsfähigkeit erlangte. Die Namensgebung ist zunächst umstritten gewesen, jedenfalls hat sich der Name „Dreforette“, ein Akronym für „Dresdner Forum für Operette“, nicht durchsetzen können. Große Einigkeit hat allerdings gleich bei der Zweckbestimmung des Vereins geherrscht. Dieser sollte in der Förderung der Völkerverständigung und der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur bestehen und insbesondere durch Unterstützung der Staatsoperette Dresden verwirklicht werden. Dazu hat man so schöne Formulierungen gewählte wie: Verbreitung sächsischen Kulturguts in Europa und in der Welt, besonders auf dem Gebiet der Operette, zur Vermehrung des Wissens über andere Völker, der zwischenmenschlichen Begegnung und zur Vertiefung der Einsicht in die Vorteile friedlichen Zusammenlebens, denn Musik kennt keine Sprachbarrieren und wird überall verstanden –  ein gerade heute wieder erinnerungswürdiges Unterfangen.

Scroll to top