5. Operettenstammtisch – Die Intendantin zu Gast

Der Operetten-Stammtisch ging am 21. Februar in sein 2. Jahr und erlebte seine 5. Auflage. Gast war keine geringere als die Intendantin der Staatsoperette Kathrin Kondaurow.
Im übervollen Salon der Kulturwirtschaft berichtete sie über die Stationen ihres Lebens: Berlin, Jena/Weimar und Dresden

Sie durchlief seit ihrer jüngsten Kindheit eine intensive musikalische Ausbildung, an verschiedenen Musik(hoch)schulen und studierte Jura, Musikwissenschaft, Kulturmanagement und Französische Literaturwissenschaft in Berlin, Weimar und Jena mit Schwerpunkt auf Musiktheater und Theatermanagement. Bereits während ihres Studiums war sie in verschiedenen Bereichen des Theaters tätig: im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Staatsoper Berlin, als Regieassistentin am Theater Erfurt sowie regelmäßig in der Dramaturgie am Deutschen Nationaltheater Weimar. Im Bereich des Konzert- und Kulturmanagements kuratierte sie für die Hochschule für Musik Franz LISZT Weimar eine eigene Konzertreihe und arbeitete in der Künstleragentur weim|art.

Auch hatte sie mehrfach die künstlerische und organisatorische Leitung des Weimarer Opernballs inne. All das waren gute Voraussetzungen für ihre jetzige Tätigkeit. Mit Beginn der Spielzeit 2019/20 übernahm sie die Intendanz der Staatsoperette Dresden und hatte zu Zeiten der Pandemie sicher keinen leichten Start, hat das Haus souverän durch diese gesellschaftliche Krise gebracht. Kontrovers diskutiert wurde im Anschluss über einzelne Aufführungen und die Frage, wie in Zukunft durch erfolgreiche Musicals ein jüngeres Publikum ins Haus gelockt werden kann

Weitere Stammtische werden sich am 8. Mai und am 17. Juli anschließen.
Lutz Kuntzsch

4. Operettenstammtisch mit Mario Radicke

Am 4. Oktober 2023 war der langjährige Technische Direktor der Staatsoperette, Mario Radecke, unser Gast. Ein Kurzporträt lasen Sie im 1. Newsletter. Dr. Lutz Kuntzsch (Vorstandsmitglied im Förderforum) moderierte den lockeren Abend, mit dem das neue Gesprächsformat in der Kulturwirtschaft seine erfolgreiche Fortsetzung fand.

Unser Gast stellte sich im Dialog vor: Er ging nach einer Lehre als Elektriker 1978 an die Staatsoperette Dresden und wurde zunächst Beleuchter. Über 12 Jahre als leitender Beleuchtungsmeister war er für die Beleuchtungseinrichtungen
sämtlicher Neuinszenierungen des Hauses verantwortlich. Höhepunkte dieser künstlerisch-technischen Laufbahn waren für ihn unter anderem die deutsche Erstaufführung des Webber-Musicals „Aspects of Love“ (1997) und im Jahr 2000
die Uraufführung des Opernmusicals „Rasputin“ (Plangg/Forche) – viele der Anwesenden erinnerten sich an diese Aufführungen.

Im Jahre 2000 legte Mario Radicke seine Bühnenmeister-Prüfung ab und nahm eine neue Herausforderung an: Direktor für Technik und Ausstattung. Für Leonard Bernsteins komische Operette „Candide“ (Premiere an der Staatsoperette im Juni 2007) entwarf er das Bühnenbild. Seit 2006 besitzt Mario Radicke einen Lehrauftrag im Fachbereich Theatermaler/Theaterplastiker an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

Ein reichhaltiges Berufsleben, worüber der Gast berichtete, was aber noch gekrönt wurde: Er wurde zur einer sehr wichtigen Person bei der Verwirklichung des Neubaus der Staatsoperette, indem er die eingereichten Entwürfe der Bewerber beim Wettbewerb prüfte und beurteilte. Außerdem begleitete der erfahrene Theatermann die Realisierung des Umzuges, indem er täglich auf der Baustelle war und sich so der Überwachung des Neubaus mit hohem Engagement widmen konnte. …

Das zahlreich erschienene Publikum stellte viele Fragen und bedankte sich beim Gast vor allem für die Beharrlichkeit, mit der er den Umzug der Staatsoperette ins Kraftwerk vorangebracht hat.

Detlev Puchta, ebenfalls Vorstandsmitglied, wies abschließend auf die Kooperationsvereinbarung mit dem Lingnerschloss e. V. und eine Reihe neuer Veranstaltungen hin.

Der 5. Stammtisch ist für den 14. Februar 2024 mit der Intendantin Kathrin Kondaurow geplant. Weitere Termine entnehmen Sie bitte unserem Veranstaltungskalender. Lutz Kuntzsch

3. Operettenstammtisch stellt den Besucherservice in den Mittelpunkt

Am 19. Juli 2023 haben wir zwei Mitarbeiterinnen des Besucherservice der Staatsoperette eingeladen: Janine Klärner und Dorith Zschach.

Dr. Lutz Kuntzsch (Vorstandsmitglied im Förderforum) moderierte den lockeren Abend, mit dem das neue Gesprächsformat seine erfolgreiche Fortsetzung fand.

Als gemütlicher Ort mit wunderbarer Atmosphäre stand wiederum der „Salon“ in der „Kulturwirtschaft“ im Kulturkraftwerk Mitte zur Verfügung. Dafür gilt den Gastgebern unser Dank. Detlev Puchta, ebenfalls Vorstandsmitglied, stellte die neue Kooperationsvereinbarung mit dem Lingnerschloss e. V. vor. Gemeinsame Veranstaltungen und gegenseitige Einladungen sollen das Interesse an Kultur in Dresden auf beiden Seiten wecken. Entsprechende Faltblätter als Veranstaltungsankündigung und zu jedem Stammtisch werden das unterstützen.

Die beiden Gäste berichteten in sehr anregender Art und Weise, wie sie aus anderen Berufen (Einzelhandelskauffrau bzw. Hotelfachfrau), die sich in der gegenwärtigen Arbeit als sehr nützlich erweisen, ans Haus der Staatsoperette kamen. Es war die Liebe zur Operette und zum Musical. Nur so lassen sich die „Produkte“ und Karten besser und mit großem Engagement verkaufen. Denn es ist viel Beratung und Eingehen auf die Wünsche des Publikums vonnöten, dies bei Gefallen und teilweise auch Missfallen – die Frauen hinter der Scheibe oder am Telefon bekommen das zu hören und reagieren professionell.

Es folgte ein Gespräch mit den Fragen, wie der Besucherdienst noch öffentlichkeitswirksamer arbeiten kann und wie Kinder und Jugendliche für das Haus interessiert werden können, so z. B. mit dem Tanzmärchen „Alice im Wunderland“ um die Weihnachtszeit.

Das zahlreich erschienene Publikum dieses gelungenen Stammtisches bedankte sich beim Besucherservice insgesamt für die enormen Kraftanstrengungen, vor allem zu Corona-Zeiten, und lobte die zügige Bearbeitung der Kartenwünsche per Internet. Recht unerwartet wurde das Lied „In einer kleinen Konditorei …“ im Original und mit Varianten angestimmt und gesungen – wie es sich für ein Musiktheater gehört. Der 4. Stammtisch ist am 4. Oktober 2023 mit Mario Radicke geplant.

Lutz Kuntzsch

2. Operettenstammtisch bringt Besinnliches und vor allem Stimmungsvolles

Am 17. Mai 2023 zündete Andreas Sauerzapf ein wahres Feuerwerk an Operettenhaftem: musikalisch, anekdotisch und sympathisch. So fand das neue vom Förderforum organisiertes Format seine erfolgreiche Fortsetzung. Als gemütlicher wie anregender Ort mit wunderbarer Atmosphäre stand wiederum der „Salon“ in der „Kulturwirtschaft“ im Kulturkraftwerk Mitte zur Verfügung. Dafür gilt den Gastgebern unser Dank. Detlev Puchta, ebenfalls Vorstandsmitglied und Organisator des Stammtischs vor Ort, drückte in der Begrüßung seine Freude darüber aus, dass unsere Mitglieder ein ausgesprochen starkes Interesse an diesem neuen Format zeigten. Einladungen werden zusammen mit dem ebenfalls anwesenden Vorstandsmitglied Josef Hintermeier verfasst; er hatte ursprünglich die Idee zum Stammtisch.

Dr. Lutz Kuntzsch (Vorstandsmitglied im Förderforum) führte launig durch den lockeren Abend. Das war bei so einem eloquenten wie spritzigen Gast kein Problem. Dieser bereicherte den Abend mit 4 Liedern, souverän begleitet von der Studioleiterin der Staatsoperette Prof. Natalia Petrowski: „Vom einem Glas Wein“ über den „Mann mit dem schwarzen Bart“ und der bewundernswerten „Telefonbuchpolka“. Zur Werbung ein Lied aus der polnischen Hochzeit, das Anklänge an ein Wiener Lied hat.

Und so führte Anekdotisches in die Kindheit des Gastes, auf seinen Weg zum (Sprech)Theater und zum Festengagement an der Staatsoperette Dresden. Es folgten Antworten auf die Fragen, warum es ihm hier so gut gefällt, welche Rollen er besonders gern gespielt hat haben Sie mir besonders gut gefallen und wie es ihm mit dem Erfolg und der Absetzung der Dreigroschenoper ergangen ist. Der Theaterbetrieb ist voller Schnurren und vergnüglicher Geschichten, die von den beteiligten gern zu solchen Anlässen verraten werden.

Das Publikum dieses sehr gelungenen Abends ging beschwingt und mit den Liedern auf CD oder im Kopf nach Hause –und freut sich auf die nächsten Auftritte von Andreas Sauerzapf in der Operette und anderswo sowie auch auf die Plaudereien bei den nächsten Stammtischen am 19.7. (Besucherdienst) und 4.10. (Mario Radicke).

Lutz Kuntzsch

Gelungener Start mit dem 1. Operettenstammtisch

Am 8. März 2023, nicht zufällig am Internationalen Frauentag, startete ein neues vom Förderforum organisiertes Format. Ein lauschiger Ort mit wunderbarer Atmosphäre stand mit dem „Salon“ in der „Kulturwirtschaft“ im Kulturkraftwerk Mitte zur Verfügung, allerdings nur mit einer recht geringen Platzkapazität von max. 25 Plätzen. Mit 30 Personen, unter ihnen auch einige Künstler der Staatsoperette,  war der Raum deshalb mehr als gut gefüllt.

Als Gäste waren Regina Menzel, erfolgreiche Solistin an der Staatsoperette Dresden von 1978 bis 1989, und das Ehrenmitglied der Staatsoperette Eberhard Ahner (90), 45 Jahre Malsaalvorstand, Tierplastiker, Bühnen- und Kostümbildner geladen. Andreas Schwarze als Regisseur, Autor und Theaterhistoriker hat den Stammtisch mit großem Einsatz inhaltlich vorbereitet und moderierte die Veranstaltung in seiner unnachahmlichen charmanten Art, unterstützt von Dr. Lutz Kuntzsch (Vorstandsmitglied im Förderforum).

Detlev Puchta, ebenfalls Vorstandsmitglied und engagierter Organisator des Stammtischs vor Ort, drückte in der Begrüßung seine Freude darüber aus, dass unsere Mitglieder ein ausgesprochen starkes Interesse an diesem neuen Format zeigten. Die Idee dazu entsprach dem Wunsch vieler Mitglieder, sich im Förderforum näher zu kommen und damit die Bindung zum Förderforum und zur Staatsoperette zu festigen.


Im 1. Operettenstammtisch wurde in einer lockeren Atmosphäre Leubener Operettengeschichte über einige Jahrzehnte erlebbar gemacht. Den Rahmen und die Grundlage dazu bildete eine durch Andreas Schwarze hervorragend erstellte Präsentation und ein sehr gut gestalteter Flyer zum Leben unserer beiden Gäste „auf und hinter der Bühne“.

So entspann sich ein Dialog zwischen den Moderatoren und den beiden Gästen, die sich die Bälle gegenseitig zuwarfen. Unterstützt wurde das Gespräch durch Bühnenbildentwürfe, Originalmasken u.a. Gemeinsame Erinnerungen a la „An die Aufführung kann ich mich noch gut erinnern“ bestimmten den Abend genauso wie Theaterschnurren und vergnügliche Geschichten um den Theaterbetrieb.

So verriet uns Herr Ahner , dass im Bühnenbild der legendären Inszenierung „My Fair Lady“ in den Büchern, die die Regalwand zierten, Bezüge und Spitzen über Jahre versteckt waren und dort auch über Jahre blieben. Die Beschaffung von wichtigen Materialien für die Gestaltung von Bühnenbildern in der an Material armen, kleinen DDR konnte nur durch ein trickreiches Agieren von pfiffigen Mitarbeitern realisiert werden. Regina Menzel wurde z.B. als „Die Neue“ im Ensemble sehr freundlich aufgenommen. Ihre Geschichten und Erfahrungen mit stadtbekannten Künstlern wie Walter Niklaus und Reinhold Stövesand würden einen weiteren Operettenstammtisch füllen.

Für beide Gäste war es ein sichtliches Vergnügen, noch einmal im „kleinen, aber bedeutsamen Rampenlicht“ zu stehen und hier agieren zu können – Chapeau vor ihren Lebensleistungen.

Das Publikum dieses gelungenen Abends ging beschwingt und „umfassend informiert“ nach Hause – die Frauen mit einer Rose anlässlich des Internationalen Frauentages. Die Freude und die Neugier auf den nächsten Stammtisch am 17. Mai 2023 war Grundtenor der lockeren Gespräche zwischen den Mitgliedern.

Lutz Kuntzsch

30 Jahre Operettenforum und 20 Jahre Förderforum der Staatsoperette Dresden

Foto: Andreas Schwarze

Vergessene Welten – nicht vergessene Aktivitäten des Förderforums

Mit einem Konzert und einem Empfang feierten die Mitglieder des Förderforums mit ihren Gästen sowie den Künstlerinnen und Künstlern der Staatsoperette am 12. November 2022 dieses Jubiläum.

Erfolgreiches bürgerschaftliches Engagement würdigen heißt auf die vergangenen Jahre zurückblicken. Dies taten vor dem Konzert die Intendantin Frau Kondaurow, indem sie die Vorsitzende des Förderforums, Frau Dr. Volkmar, interviewte:

Freundinnen und Freunde der Operette aus Hamburg und Dresden errichteten am 14. August 1992 im Rahmen der Hamburg-Dresden-Städtepartnerschaft das Dresdner Operettenforum zur Förderung der Staatsoperette in der wendebedingten neuen Kulturlandschaft. Am 12. November 2002 wurde der Förderverein der Staatsoperette gegründet, als Reaktion auf die Pläne der Stadt Dresden, zukünftig auf ein eigenständiges Operettentheater zu verzichten – seit 2009 arbeiten beide vereint als Förderforum der Staatsoperette.

Unter dem Motto „Operette im Zentrum“ gelang es dem Verein, gemeinsam mit der Intendanz und der hochengagierten Belegschaft der Operette, die Öffentlichkeit zu mobilisieren, diese Schließung zu verhindern. Dazu beigetragen hat auch das Operettenforum, insbesondere durch seine beliebten, gut besuchten Operettenbälle.  „Operette im Zentrum“ ist für unser Förderforum auch das Motto, nachdem die Staatsoperette nach langen Kämpfen 2016 ihr neues zu Hause im Zentrum bezogen hat.

„Operette im Zentrum“ heißt für unser Förderforum: Interesse an und für die Operette wecken und erhalten, die Kinder- und Jugendarbeit fördern und ebenso die finanzielle Unterstützung von Vorhaben der Operette.

Nach diesen Ausführungen und einer Gratulation zum Jubiläum ging es zu den musikalischen Leckerbissen: Sollte jemand gedacht haben, die Opern- und Operettenwelt Wiens bestens zu kennen, konnte das während dieses Konzertprogrammes überprüft werden.

Chefdirigent Johannes Pell führte das Publikum in Wort und Ton brillant in die Partituren so unbekannter Werke wie Carl Millöckers Der arme Jonathan oder Franz Lehárs Eva. Angereichert wurde dies durch Ausflüge in Wilhelm Kienzls musikalisches Schauspiel Der Evangelimann, das mit seiner titelgebenden Gestalt eine traditionsreiche Figur der Wiener Hinterhöfe aufgreift. Von Wien aus öffnet sich im 2. Teil die Rundreise in die Nachbarländer Italien und Frankreich, wo Zeitgenossen wie Ottorino Respighi, Giacomo Puccini oder Claude Debussy vor allem die instrumentale Kraft des Orchesters fordern. Begeisterung im Saal und ein Dankeschön an die Künstlerinnen und Künstler. Im Anschluss stießen die Beteiligten auf das Erlebte und Erreichte an, besprachen aber auch Zukünftiges wie die Traditionspflege und wieder einzurichtende Operettenstammtische oder Fahrten zu anderen Theatern. Damit ein besseres Miteinander der Mitglieder des Förderforums untereinander und mit der Staatsoperette befördern werden.    

Dr. Lutz Kuntzsch                            

Fotos: Josef Hintermeier

Mitgliederversammlung – 18.03.2022

Mitgliederversammlung
Förderforum der Staatsoperette Dresden e.V.
am 18.03.2022 im Zuschauerraum der Staatsoperette Dresden

Neue Vorsitzende des Förderforums der Staatsoperette Dresden e.V. ist Dr. Marlies Volkmer. In der letzten Mitgliederversammlung, an der 43 Mitglieder teilgenommen haben, wurde der komplette Vorstand neu gewählt. Außerdem wurde beschlossen, den Vorstand um ein weiteres Mitglied zu erweitern.

Zum 1. stellvertretenden Vorsitzendem wurde Professor Dr. Werner J. Patzelt gewählt,
zum 2. stellvertretenden Vorsitzender Dr. Jochim Thietz-Bartram.
Weiterhin gehören dem Vorstand an:
Schatzmeister Dr. Bernd Kugelberg;
Schriftführer Josef Hintermeier;
Klaus-Detlev Puchta;

Alle bisherigen Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wieder gewählt.
Zum weiteren Vorstandsmitglied wurde Dr. Lutz Kuntzsch gewählt.
Die bisherigen Rechnungsprüfer Irene Bäger und Thomas Grübner wurden ebenfalls einstimmig wiedergewählt.
Gleichzeitig wurden alle bisherigen Vorstandsmitglieder auf Antrag von Thomas Grübner einstimmig für die beiden abgelaufenen Geschäftsjahre entlastet

Darüber hinaus wurde folgende neue familien- und jugendfreundliche Beitragsordnung beschlossen:
1. Privatpersonen
Persönliche Mitglieder: mindestens 50,- € / Jahr
Ehe-/Lebenspartner von Mitgliedern: 30,- € / Jahr
Schüler / Studenten (bis zu Vollendung des 27. Lebensjahres): 30,- € / Jahr
2. Juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts / Firmen und Institutionen:
mindesten 250,- € / Jahr
Fördermitglied: mindestens 500,- € / Jahr
Jedes Mitglied kann freiwillig entweder einmal oder dauerhaft einen höheren als den Mindestbeitrag bezahlen.
Fälligkeit: jeweils 1. Juni bzw. vier Wochen nach Aufnahmebestätigung
Im Eintritts- und Austritts-Jahr ist jeweils der gesamte Jahresbeitrag fällig.

Operettenbälle

Eine der ersten Aktivitäten des neu gegründeten „Dresdner Operettenforums e.V.“ war die Durchführung des zweiten Operettenballs in Hamburg. Die Zählung beginnt mit Nr. 2, weil der erste Operettenball im Hotel Elysee in Hamburg bereits im Jahr zuvor veranstaltet worden war, allerdings damals noch von dem maßgeblichen Gründungsmitglied Herrn Gerd Bär in Firma Hanseatische Anlagetreuhand Hamburg Dresden München.

Bereits an diesem zweiten Operettenball im Atlantik Hotel in Hamburg war als Gast die Solistin Anna Maria Kaufmann, bekannt als „Christine“ aus „Phantom der Oper“ aufgetreten. Zu Gunsten der Staatsoperette Dresden wurde eine Tombola durchgeführt, deren ersten Preis, eine Damen-Brilliant-Uhr im Wert vom 22.000 DM, der frühere Hofjuwelier zu Dresden seit 1900, nun­mehr aber in Hamburg Neuer Wall ansässige Hans-Joachim Roesner stiftete.

Der Tombola-Erlös von immerhin 20.000 DM wurde für die Selbstdarstellung der Staatsoperette durch Anschaffung einer hochwertigen Videokamera mit Videorekorder und Schneidegerät verwendet, damals noch eine wichtige Investition.

Auf dem 3. Operettenball der Staatsoperette im Atlantikhotel Kempinski in Hamburg am 29.10.1993 überbrachte der Dresdner Oberbürgermeister Dr. Wagner ein Grußwort und erinnerte an die Zeit, als sich die Städtepartnerschaft nur als kontrollierte Begegnung auf offizieller Ebene verstand, daraus aber inzwischen eine enge Partnerschaft zwischen Hamburg und Dresden gewachsen sei. Auch noch der 4., 5. und 6. Operettenball fanden 1994, 1995 und 1997 im Atlantikhotel Kempinski in Hamburg statt, letzterer unter dem Motto „Wein, Weib und Gesang“.

Im Oktober 1994 trat das Kempinski-Hotel Taschenbergpalais Dresden als Mitglied des Dresdner Operettenforums ein. Dem langjährigen Direktor des Hauses Günther Haug haben das Dresdner Operettenforum und auch die Staatsoperette viel zu verdanken, da ab 1996 das Hotel Taschenbergpalais die Operettenbälle in Dresden im ausrichtete.

Der erste Operettenball in Dresden im Hotel Kempinski Taschenbergpalais fand noch im unfertigen Hotel am 17.02.1995 statt. Mit diesem Operettenball beginnt eine neue Zählung. Dies war der erste Operettenball in Dresden, dem noch viele weitere folgen sollten.

Auf dem zweiten Dresdner Operettenball, der wieder im Hotel Taschenbergpalais am 09.02.1996 stattfand, konnte der Staatsoperette Dresden vom Dresdner Operettenforum ein Check über 10.000 DM aus den Tombola-Erlösen überreicht werden. Auf dem 4. Dresdner Operettenball am 06.02.1998 konnte ebenfalls ein Betrag von 10.000,00 DM der Staatsoperette Dresden für den Ankauf des Gershwin-Musicals „Pardon my en­glish“ ausgehändigt werden. Der Ball stand unter dem Motto „Himmlische Klänge und Höllen-Can Can“.

So wie im Jahr 1997 wurden auch im Jahr 1998 zwei Bälle durch das Dresdner Operettenforum und die Staatsoperette ausgerichtet, und zwar auch noch der 7. Hamburger Operettenball am 30.10.1998 unter dem Motto „Die Hamburger Walzernacht“. Hauptgewinn der Tombola vom 30.10.1998 war ein Ring des Hofjuweliers Rösner mit 10 Saphiren (2,42 Karat) und 9 Brillanten (11 Karat), lupenrein im Wert von 10.000,00 DM.

In Dresden übernahm ab 1998 dankenswerterweise der Juwelier Leicht die Funktion des Hauptsponsors und stellte anlässlich des Operettenballes vom 06.02.1998 eine Glashütter Uhr Modell 1845 im Wert von 7.900,00 DM zur Verfügung.

Ab dem Jahr 1999 konnten leider keine weiteren Bälle in Hamburg durchgeführt werden. Statt dessen unterstützte das Dresdner Operettenforum die Planung einer Japan-Tournee der Staatsoperette mit dem Erlös aus der Tombola vom 05.02.1999 anlässlich des 5. Dresdner Operettenballes. Auch die Tombola-Erlöse von 1998 und 2000 sollten für die Gastspielreise der Staatsoperette nach Japan Verwendung finden. Der Operettenball vom 05.02.1999 stand unter dem Motto „Wiener Blut und Dresdner Charme“ und gab Operetten von Johann Strauß zum Besten.

Im Jahr 2000 fand neben dem Dresdner Operettenball ein Operettenaustausch mit dem Operettenhaus in Lom/Bulgarien statt. Dem Operettentheater in Lom wurde ein Zuschuss von 2.500,00 DM zur Anschaffung einer Beleuchtungshandsteuerung für Bühnenbeleuchtung anlässlich des Besuches des Direktors am 09.03.2000 in Dresden überreicht.

Der Tombola-Erlös des Balles vom 04.02.2000 in Dresden hatte einen Betrag von 12.000,00 DM ergeben, der für die Durchführung des Japan-Gastspiels der Staatsoperette Dresden angespart wurde. Der Intendant, Herr Wendrich, und ich machten im Jahr 2001 sodann einen Gegenbesuch im Operettentheater in Lom und brachten als Gastgeschenk einen Camcorder zur Aufnahme von Aufführungen im Wert von ca. 2.900,00 DM mit. Das Operettentheater in Lom hatte diesen Gegenbesuch auf die Premiere ihrer Aufführung „My fair Lady“ gelegt.

Der Tombola-Erlös des Jahres 2001 sollte – so die bisherige Planung – ebenfalls zur Durchführung der Japan-Tournee Verwendung finden. Diese Tournee fand aber nicht statt, so dass die dafür gebildete Rücklage aufgelöst wurde.

Der Operettenball im Jahr 2001 hatte die Besonderheit, dass auch Herr Prof. Dr. Biedenkopf mit seiner Gattin am Operettenball teilnahm. Der Operettenball stand unter dem Motto „Schwarzwaldmädel“, obwohl die Familie Biedenkopf am Chiemsee ansässig war. Gleichwohl unterstützte sie die Arbeit des Operettenforums mit einer Spende von 1.000,00 DM.

Wegen der Flut im August 2002 konnte der Operettenball 2003 nicht im Taschenbergpalais stattfinden, sondern wurde bei BMW ausgerichtet. Auf diesem Operettenball fand wieder eine Tombola statt. Die Erlöse der Tombola der Jahre 2003 und 2004 sollten der Unterstützung der Staatsoperette beim Standortwechsel Verwendung finden (so Vorstandsbeschluss vom 03.11.2003).

Am 06.02.2004 fand der 10. Dresdner Operettenball mit dem damaligen Dresdner Oberbürgermeister Ingo Roßberg als Ehrengast unter dem Motto „Sagen wir es durch die Blume“ statt. Das Hotel Kempinski Taschenbergpalais war nach der Flut wieder hergestellt, so dass gefeiert und getanzt werden konnte u.a. nach der Musik aus „Can Can“ von Cool Porter.

Zum Operettenball 2010 konnte das Förderforum die Aktion „Ihr Name und auf einem Stuhl“ starten und Frau Oberbürgermeisterin Frau Helma Orosz als Schirmherrin gewinnen. Diese kaufte auch den ersten „Namen auf einem Stuhl“ anlässlich des Operettenballs vom 12.03.2010.

Am 11. März 2016 fand der 22. Operettenball als der vorerst letzte statt.

25 Jahre Unterstützung für die Operette

Das Förderforum hat einen wichtigen Beitrag für den Umzug der Operette ins Zentrum geleistet. Es wird am 23.September 2017 25 Jahre alt. Jochim Thietz-Bartram nahm dies anlässlich der Saisoneröffnung 2017/18 zum Anlass, einige Sternstunden der vergangenen 25 Jahre in Erinnerung zu rufen und einen naturgemäß kurzen Blick auf die Zukunft zu richten.

Die Hamburger haben ein ganz besonderes Verhältnis zur Operette. Da nimmt es nicht wunder, dass sich eingedenk der Städtepartnerschaft Hamburg-Dresden am 14. August 1992 sechzehn Personen im Dresdner Hotel Bellevue einfanden, um den Verein „Dresdner Operetten-forum“ aus der Taufe zu heben, der schließlich mit seiner Eintragung im Vereinsregister des Dresdner Kreisgerichts am 23.September 1992 Rechtsfähigkeit erlangte. Nach der Fusion mit dem 2002 gegründeten Förderforum im Jahre 2009 sei von diesem Namen noch der Teil – forum, jetzt Förderforum, übrig geblieben.

Die Namensgebung sei zunächst umstritten gewesen, jedenfalls habe sich der Name „Dreforette“, ein Akronym für „Dresdner Forum für Operette“, nicht durchsetzen können. Große Einigkeit habe allerdings gleich bei der Zweck-bestimmung des Vereins bestanden. Dieser sollte in der Förderung der Völkerverständigung und der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur bestehen  und insbesondere durch Unterstützung der Staatsoperette Dresden verwirklicht werden. Dazu habe man so schöne Formulierungen gewählte wie: Verbreitung sächsischen Kulturguts in Europa und in der Welt, besonders auf dem Gebiet der Operette, zur Vermehrung des Wissens über andere Völker, der zwischen-menschlichen Begegnung und zur Vertiefung der Einsicht in die Vorteile friedlichen Zusammenlebens, denn Musik kennt keine Sprachbarrieren und wird überall verstanden –  ein gerade heute wieder erinnerungswürdiges Unterfangen.
Umgesetzt sei dies unter anderem geworden durch einen Austausch mit dem Operettentheater in Lom Bulgarien im Jahre 2000 und durch die Förderung der Tournee der Staatsoperette nach Dänemark vom 5.bis 11.Oktober 2002 in Höhe von 39.000 Euro.

Kaum war die Operette aus Dänemark zurück, eröffnete der Oberbürgermeister Roßberg die Absicht, die Staatsoperette aus dem städtischen Haushalt herauszunehmen und die Operette zum 01.August 200 zu schließen
Die Entrüstung sei groß gewesen und habe nicht nur zu einem Apell-Brief des Dresdner Operetten-forums an den Oberbürgermeister geführt, sondern habe auch die CDU-Fraktion auf den Plan gerufen. Deren Vorsitzender Michael Grötsch und der damalige Intendant Fritz Wendrich gründeten am 12.November 2002 zusammen mit weiteren Entrüsteten den „Förderverein der Staatsoperette Dresden e.V.“, der bereits drei Wochen später am 04. Dezember 2002 in das Vereinsregister eingetragen wurde. Eine der ersten neuen Amtshandlungen des Vereins sei der Druck des Flyers mit dem Aufruf „Operette im Zentrum“, dem Vorläufer des späteren gleichnamigen Logos, gewesen.

Nach weiteren Aktionen, darunter die Sammlung von 107.000 Unterschriften für den Erhalt der Staatsoperette auf öffentlichen Auftritten des Ensembles, z.B. am Wiener Platz, der habe der Stadtrat am 19. Dezember 2002 beschlossen, die Staatsoperette nicht zu schließen und einen neuen Standort zu suchen. Damit sei die Staatsoperette erst einmal gerettet gewesen. Gleichwohl sei dies aber nicht die einzige Rettungsaktion geblieben.

Die finanzielle Machbarkeit der Umsetzung der Operette ins Zentrum sei aber immer wieder in Frage gestellt worden. Schließlich hätten sich die Mitarbeiter der Staatsoperette in einem 2009 eigens dafür geschlossenen Haustarifvertrag bereitgefunden, bis 2021 auf 8 Prozent ihres Gehalts zu verzichten, wenn die Operette bis Jahresende 2016 im Zentrum eine neue Bleibe fände. Insgesamt hätten die Mitarbeiter des Hauses über 12 Millionen Euro für den hiesigen Standort zusammengetragen; dies entspräche bei einer 12jährigen Theaterzugehörigkeit einem ganzen Jahresgehalt eines jeden einzelnen Mitarbeiters, so Thietz-Bartram, die ebenfalls zu erwartenden Renteneinbußen noch nicht einmal eingerechnet. Auf diese Weise hätten die Mitarbeiter circa 26 Prozent der gesamten Baukosten getragen. Die Umsetzung dieses großartigen Projekts sei nun dank der Unterstützung der gesamten Belegschaft Wirklichkeit geworden. Damit sei zwar ein wichtiges Ziel erreicht  worden, so Thietz-Bartram, allerdings sei damit der Vereinszweck noch nicht vollständig umgesetzt, die Staatsoperette bedürfe weiterer Unterstützung.

Thietz-Bartram weiter: „So wollen wir, nachdem die vom Förderforum dank der „Stuhlspende“ gestifteten „Akustik-Würste“ ihrer Bestimmung übergeben worden sind, die Aktivitäten der Staatsoperette hilfreich weiter befördern, nicht nur mittels Ko-Finanzierung des Jugend- und Musicalchores sdes Kinderchores, dessen Mitgliederzahl jetzt schon auf 38 Kinder angewachsen ist,  sondern auch durch Preisverleihungen das Haus weiter fördern und gedeihen lassen. Damit  wünschen wir uns und Ihnen, dass das Förderforum weitreichende Unterstützung auch von Ihnen erfährt – sei es durch Mitgliedschaft oder Spenden, es gibt noch „Stühle“ – damit wir diese Unterstützung der Staatsoperette zugutekommen lassen können. So freuen wir uns jetzt auf die Aufführungen der nächsten 25 Jahre, von denen wir schon heute eine Kostprobe erleben dürfen“.

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