15. Operettenstammtisch

Am nun schon traditionellen und sehr gastlichen Veranstaltungsort, der Kantine der Staatsoperette, kam es am 1. Juli zu einer aufgelockerten Plauderei mit dem Dramaturgen Philipp Amelungsen.

Er berichtete über die vielfältigen Aufgaben eines Dramaturgen: von der Begleitung einer Inszenierung von Anbeginn mit Zusatzmaterial, Programmheften, aber auch begleitenden Veranstaltungen und Einführungen wie Nachgesprächen bei Vorstellungen.  Nach vielen kurzzeitigen Beschäftigungen in Leipzig, Braunschweig, Halle, Berlin, Weimar, Schwerin, Stuttgart und anderswo kam er in der Spielzeit 2025/2026 an die Staatsoperette und war hier an Inszenierungen wie „Evita“ und „Simsalabim“.

Mit seinem Libretto für die queere Landoperette Alles Liebe! gewann er den Reinhold-Otto-Mayer-Preis 2025. Die Uraufführung fand am Hessischen Staatstheater Wiesbaden statt. Über weitere Pläne am Haus konnten wir leider nicht sprechen, denn der Gast verlässt es nach einer Spielzeit wieder. Valeska Stern, die den Stammtisch kurzfristig absagen musste, bleibt der Dramaturgie erhalten.

14. Operettenstammtisch

„Meister des guten und ausgewogenen Lichtes“

Am 15.04.2026 fand der 14. Stammtisch des Förderforums in der Kantine der Staatsoperette statt. Der „Meister des guten und ausgewogenen Lichtes“, Uwe Münnich, Chef für Licht- und Videotechnik, stellte sich den Fragen der über 30 BesucherInnen.

Als Novum galt bei dieser Veranstaltung die zeitliche Begrenzung. Da sonst die Gäste unbegrenzte Zeit mitbringen können, war bei diesem Stammtisch leider eine Grenze gesetzt. Herr Münnich musste nach einer Stunde zur Probe mit dem Kinderchor für die anstehende Premiere von Simsalabim, das Magische Leben des Dr. Schreiber am 16.05.2026 den Stammtisch schon wieder verlassen.

Dadurch ergab sich eine neue und ungewohnte Dynamik. Vorstellung und Biografie fielen sehr kurz aus und der Fragenteil hatte den größeren Fokus. Der Einblick in die Welt der Licht- und Videotechnik regte die BesucherInnen zu vielen Fragen an. Seit dem Umzug der Operette in die neue Spielstätte hat sich auf technischer Seite viel verändert, was zu interessanten Anekdoten und Geschichten von Herrn Münnich führte. Auch nach seinem Verlassen saßen die Gäste noch in geselliger Runde in der Kantine und genossen die Atmosphäre hinter den Kulissen.

Informationen zum Ensemble: https://www.staatsoperette.de/ensemble/team

Preis 2025 an Christina Maria Fercher

Preis für das „Künstlerische Gesamtschaffen“

Christina Maria Fercher studierte an der Musik und Kunst Privatuniversität Wien Operngesang und absolvierte den Lehrgang „Klassische Operette” sowie das Konzertexamen Gesang an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Die Sopranistin ist seit der Spielzeit 2020/21 Ensemblemitglied der Staatsoperette Dresden.

Vor ihrem Wechsel an das Haus war sie von 2018 bis 2020 im Ensemble am Schleswig-Holsteinischen Landestheater in Flensburg. Während dieser Zeit sang sie u.a. Zerlina in Mozarts „Don Giovanni” und Christl in Zellers „Der Vogelhändler“.

Neben einer regen Konzerttätigkeit im In- und Ausland war die in Kärnten gebürtige Österreicherin u. a. auch in Israel als Mademoiselle Silberklang in Mozarts „Der Schauspieldirektor” und als Adele in Strauss’ „Fledermaus” sowie am Theater Plauen/Zwickau als Marguerite in Heubergers „Der Opernball” engagiert.

Im Bild v. l. n. r.: Dr. Lutz Kuntzsch, Kathrin Kondaurow, Christina Maria Fercher, Dr. Marlies Volkmer
© 2026 – Förderforum Staatsoperette e. V.

Zu ihren Paraderollen an der Staatsoperette Dresden gehören u.a. Pamina in Mozarts „Zauberflöte”, Anna Reich in Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor” und Mimi in Puccinis „La Bohème”.

Oder jüngst in Erinnerung die Madeleine im „Ball im Savoy“ oder die Odette in der „Bajadere“

Die äußerst aufgeschlossene Künstlerin bezaubert an der Staatsoperette Dresden mit einer operettenhaft leichten, beschwingt-hellen Stimme und flüssig-fließenden Koloraturen, was auch vom Publikum begeistert, honoriert wird.

Wir ehren sie heute für ein umfangreiches Wirken an der Staatsoperette – künstlerisch hochwertig singend, sprechend, tanzend. Das zeichnet sie als Künstler aus.

Das Förderforum verleiht den Preis für ihr künstlerisches Gesamtschaffen an

Christina Maria Fercher

Preis 2025 an Anke Aleith

Preis Hinter den Kulissen

Anke Aleith wurde in Berlin geboren und absolvierte von 1987 bis 1990 eine Ausbildung zur Herrenmaßschneiderin an der Staatsoper Berlin. Dort war sie im Anschluss bis 1992 auch tätig.

Von 1992 bis 1994 studierte sie Modedesign an der Modeschule Berlin und vervollkommnete dabei ihre künstlerische Kreativität-

Danach arbeitete in den Kostümabteilungen am Hans-Otto-Theater Potsdam u. a. für die Produktion „Friedrich der Große und Ödipus Rex – Eine Begegnung in Sanssouci“ und am Deutschen Theater Berlin für die Uraufführung „Wartesaal Deutschland Stimmenreich“ 1995.

Auch bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall entwarf sie ideenreich wundervolle Kostüme für die Inszenierungen „Faust“, „Herr Puntila und sein Knecht Matti“, „Das Dschungelbuch“ und „Der fröhliche Weinberg“

Von 1994 bis 1998 war Anke Aleith als Kostümbildassistentin und Mitarbeiterin der Kostümdirektion am Theater des Westens in Berlin engagiert und bereicherte u. a. die Produktionen „Blue Jeans“, „Dreamgirls“, „Gipsy“ und „Street Scene“.

Im Bild v. l. n. r.: Dr. Lutz Kuntzsch, Kathrin Kondaurow, Anke Aleith
© 2026 – Förderforum Staatsoperette e. V.

Seit 1999 ist sie Kostümassistentin an der Staatsoperette Dresden und zeichnete bereits für die Kostüm-Ausstattungen der Dresdner Operettenbälle, der Neujahrskonzerte, der Inszenierung „Ich hab‘ noch einen Koffer in … – Ein Operettenspaziergang von Wien bis New York“, oder die fantastischen Kostüme in „Die Fantasticks“ sowie „Die Fledermaus“ verantwortlich.

Zu bewundern sind ihre Kostümarbeiten in den aktuellen Produktionen oder wie heute Abend gesehen in der Produktion „Kinostar“. 

Ein Leben mit Kostümen, ein Leben für Kostüme.

Das Förderforum verleiht den Preis „Hinter den Kulissen“ an

Heike Aleith

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