Verabschiedung Prof. Werner Patzelt aus dem Vorstand

Er kam wie gewohnt in seiner burschikosen, jungenhaften Art zur Vorstandssitzung am 11.11.2024 um 11 Uhr. Das Datum hätte nicht besser gewählt werden können …


Prof. Patzelt, der von 2012 bis 2022 den Takt im Vorstand des Förderforums der Staatsoperette als Vorsitzender angegeben hatte, wurde in gebührender Weise von seiner Funktion als Vorsitzender „entlastet“. Er hat den Vorsitz schweren Herzens abgegeben, aber sein beruflicher Lebensmittelpunkt liegt nicht mehr in Dresden, sondern in Brüssel. Und wie konnten wir ihn am besten verabschieden als mit einem symbolischen Taktstock, mit dem er zukünftig an anderer Stelle den Takt angeben wird.

Marlies Volkmer und Detlev Puchta fanden bei der Übergabe des Taktstockes die richtigen Worte, um Prof. Patzelt für seine 10-jährige Tätigkeit im Förderforum zu danken und ihm für die Zukunft alles erdenklich Gute zu wünschen. Er bleibt selbstverständlich dem Förderforum erhalten. Als Pendler zwischen Brüssel und Dresden werden wir ihn immer wieder in der Staatsoperette bei der einen oder anderen Veranstaltung antreffen.

8. Operettenstammtisch

Der seit 2023 einmal im Quartal stattfindende Operettenstammtisch im Salon der Kulturwirtschaft hat sich zu einem beliebten Format entwickelt. Die Nachfrage nach einem der begehrten Plätze ist groß, so dass wir kurz nach Erscheinen der Einladung bereits kaum noch freie Plätze haben.

Zum 8. Operettenstammtisch am 6. November 2024 war es nicht anders. Wir haben wir uns einen Künstler und Meister seines Faches eingeladen, den man zwar auf der Bühne nicht sieht, umso mehr aber seine Kreativität, die sich in fantastischen Choreographien widerspiegelt:
Radek Stopka, seit 2011 Ballettdirektor an der Staatsoperette Dresden, charmant, schlagfertig, geistreich, humorvoll und ein Genie, der die Tänzerinnen und Tänzer mit unterschiedlichsten Tanzstilen von klassischem Tanz, Hip-Hop, Stepp- oder Moderner Tanz bis zur Akrobatik über die Bühne wirbeln lässt. In lockerer Atmosphäre erzählte er über seinen Weg zum Tanz, den er bereits als Kind eingeschlagen hat. Seine Familie aus Pilsen hat ihn dabei nach besten Kräften unterstützt, so dass er seit Ende seiner Tanzausbildung in Prag über viele Stationen in der Staatsoperette Dresden gelandet ist.
Als Choreograph realisierte er hier zahlreiche Produktionen wie Die Csárdásfürstin, Die lustige Witwe, My Fair Lady, die Revue HIER und JETZT und HIMMELBLAU. Zuletzt entstanden seine vielbeachteten Inszenierungen der Tango-Operita María de Buenos Aires und die Tanz-Performance Backstage – aus dem Alltag eines Tänzers. Aktuell können Sie das vom Publikum begeistert gefeierte Tanzmärchen „Alice im Wunderland“ erleben. Zum Sommernachtsball 2024 wurde er vom Förderforum mit dem Preis „Hinter den Kulissen“ ausgezeichnet. Dresden ist zur Heimat geworden. Er sagt selbst über sich: “Ich bin ein Prager Dresdner!“


Damit er unseren Mitgliedern nicht schutzlos ausgeliefert ist, hatte er zur Unterstützung die Tänzerin Nina Kemptner als Überraschungsgast mitgebracht, die in vielen Inszenierungen, außer als Tänzerin, auch ihr Können als Akrobatin am Tuch, auf dem Ball, am Seil in schwindelnder Höhe einem begeisterten Publikum präsentiert.

Auch sie begann schon als Kind sich für Akrobatik, Tanz, Sport und Musik zu interessieren, so dass sie bereits mit 8 Jahren den Weg zur Ballettschule fand. Geboren in Wien, aufgewachsen in Bad Ischl, führte sie ihr beruflicher Werdegang in viele Länder der Welt. Tanz und Akrobatik sind ihre Leidenschaften, aber mit ihren vielfältigen Berufsabschlüssen ist ihr vor der Zukunft als Tänzerin nicht bange.

Ihre Begeisterung für ihren Beruf, für das gesamte Ensemble der Staatsoperette, das zur Heimat geworden ist, steckte an. Die Zeit reichte kaum aus, um die vielen Fragen beantwortet zu bekommen. „Clivia“ rief Nina auf die Bühne und Radek wurde von seinem Ballettensemble gebraucht.
So ging wieder ein sehr persönlicher und informativer Operettenstammtisch zu Ende, der uns weitere „Künstler zum Anfassen“ beschert hat.

Lassen Sie sich vom 9. Operettenstammtisch am 5. Februar 2025 überraschen. Das gesamte Team der Staatsoperette ist für Überraschungen immer gut.

Preisträger Ehrenpreis 2024

Gero Wendorff – Solist

Gero Wendorff ist seit der Spielzeit 2019/20 als Sänger an der Staatsoperette engagiert. Seither spielte der Tenor vielfältige Rollen auf der Bühne und trat in einigen digitalen Formaten eindrucksvoll in Erscheinung.
Das Spektrum reicht hier von „Nachgefragt“ mit ihm als liebenswerten Freddy in My fair Lady, „Reingehört“ mit seinem geistreichen Lied- und Text-Programm „To sing, to love! To love to sing!“ bis hin zu digitalen Führungen durch das Haus – besonders auch, um charmant jüngere Menschen und alle außerhalb des Stammpublikums anzuziehen.

In Köln geboren, schloss er sein Musicalstudium 2012 an der Theaterakademie August Everding in München mit Auszeichnung ab. Er debütierte an der Staatsoper Hannover in Kiss me, Kate!.
Künstlerische Stationen führten ihn an das Landestheater Detmold, das Landestheater Eisenach, an das Theater St. Gallen, nach Wuppertal, Erfurt, Bielefeld, Coburg und anderswohin.
In unsere Region kam er als Zorro im gleichnamigen Stück und als Fabrizio in Das Licht auf der Piazza an die Landesbühnen Sachsen in Radebeul.
An der Staatsoperette ist er mit variantenreichen Rollen in Erinnerung geblieben: Viele Prinzen, Liebhaber, Helden und ein Wolf – oft starke Personen, die im Stück eine Wandlung durchgemacht haben; Stücke wie Cinderella, Der Mann mit dem Lachen, Pippin, Sweeney Todd, Märchen im Grandhotel, Grimm und andere.
Wir ehren ihn heute für ein umfangreiches Wirken an der Staatsoperette – künstlerisch hochwertig singend, sprechend, tanzend. Das zeichnet ihn als Künstler aus.

Preisträger Hinter den Kulissen 2024

Radek Stopka – Ballett-Direktor

Am 30. August 2024 verlieh das Förderforum während des Operettenballs den Preis „Hinter den Kulissen“ 2024 an Radek Stopka.

Radek Stopka ist seit 2009 als Ballettassistent und seit 2011 als Ballettdirektor an der Staatsoperette tätig. Als Choreograph realisierte er hier zahlreiche Produktionen, etwa Die Csárdásfürstin, Die lustige Witwe, My Fair Lady sowie die Revue HIER und JETZT und HIMMELBLAU.
Er trainiert täglich Tänzerinnen und Tänzer aus 8 Nationen in nahezu allen Tanzstilen.
Er begann seine Karriere als Tänzer am Nationaltheater Prag und in den Barrandov-Fernsehstudios, bevor ihn ein Engagement an die Städtischen Bühnen Regensburg führte. Verschiedene Assistenzen und Gastverträge als Choreograph folgten, u. a. am Staatstheater Cottbus, Theater Freiberg und an der Oper Halle.
An der Staatsoperette entstanden seine vielbeachteten Inszenierungen der Tango-Operita María de Buenos Aires und die Tanz-Performance Backstage – aus dem Alltag eines Tänzers.
In besonderer Erinnerung ist sein fantasievolles Tanzmärchen Alice im Wunderland als geniale Show für die ganze Familie. Seine choreografische Kreativität von Radek scheint unerschöpflich. Er ist ein echter tschechischer Dresdner.
Das Förderforum verleiht Radek Stopka den Preis „Hinter den Kulissen“.

7. Operettenstammtisch

Alles über den guten Ton – 7. Stammtisch

Zum 7. Operetten-Stammtisch hatten wir am 17. Juli Felix Hirthammer von der Tonabteilung der Staatsoperette eingeladen, um wieder einmal einen Blick hinter die Kulissen das Hauses zu werden. Er hatte zu unserer Freude Susi Schwichtenberg mitgebracht, die uns über Ihre Tätigkeit als Verantwortliche für die Mikroports berichtete.

Felix Hirthammer ist 1994 in Dresden geboren und wollte – wie er überzeugend betonte – schon viele Jahre zum Theater. Erste Berührung mit der Operette hatte er 2010 als Schüler beim Jugendtanzprojekt „Pardon“; was ihm Spaß machte, aber auch zeigte, das ihm das Rampenlicht und Verkleidungen nicht so lagen. Von 2012 bis 2015 bestritt er seine Ausbildung als „Fachkraft für Veranstaltungstechnik“ am Leubener Haus und ist seit Dezember 2015 Mitglied der Tonabteilung.

Im wie immer sehr gut gefüllten Salon der Kulturwirtschaft berichtete er über seine vielfältigen Tätigkeiten, was die Gäste aufgrund der komplexen Anforderungen und des künstlerischen Anspruchs doch einigermaßen überraschte. Die Aufgaben reichen von den Formen der Verstärkung von Gesangsstimmen (eher im Musical als in der Operette/Oper) und vom Orchester bis hin zu eingespielten Geräuschen, Tönen und allerlei musikalischen Nummern.
Viele Fragen, an beide Gäste gerichtet, bezogen sich auf die technische Umsetzung der „Töne“ ebenso wie den kollegialen Umgang mit allen, die zum Gelingen einer Vorstellung beitragen. Insgesamt ein toller Nachmittag.

Zum 8. Stammtisch erwarten wir am 6. November den Ballettdirektor des Hauses Radek Stopka.

Lutz Kuntzsch

6. Operettenstammtisch bringt vieles Besinnliches und vor allem Stimmungsvolles

Am 8. Mai 2024 war der Tenor Gero Wendorff zum Stammtisch unser Gast. So fand das vom Förderforum organisierte Format im 2. Jahr seine erfolgreiche Fortsetzung. Als traditioneller Ort mit wunderbarer Atmosphäre stand wiederum der „Salon“ in der „Kulturwirtschaft“ im Kulturkraftwerk Mitte zur Verfügung, einführende Worte fand Detlev Puchta, die Moderation übernahm Lutz Kuntzsch (beide im Vorstand des Förderforums).

Der Gast berichtete über seine Kindheit und Jugend in Köln, seine ersten Kontakte zur Musik bis hin zum erfolgreichen Musicalstudium an der Theaterakademie August Everding in München, das er 2012 mit Auszeichnung abschloss. In seiner anregenden und sympathischen Art schilderte er im Anschluss sein Bühnendebüt an der Staatsoper Hannover als Bill/Lucentio in „Kiss me, Kate!“.

Künstlerische Stationen führten ihn an das Landestheater Detmold, das Landestheater Eisenach, das Theater St. Gallen, nach Wuppertal, Erfurt, Bielefeld, Coburg und anderswohin. In unsere Region kam er als Zorro im gleichnamigen Stück und als Fabrizio in „Das Licht auf der Piazza“ an die Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

Die Fragen aus dem Publikum gingen in die Richtungen: „Wie lernen Sie die umfangreichen Texte?“ Oder „Ist es nicht schwer, sich mental von Operette zu Musical innerhalb weniger Tage umzustellen?“ Hervorgehoben wurde sein nachdenklich-heiteres Solo-Programm „To sing, to love. To love to sing“, das nach der Pandemie die erste Brücke digital zu den Zuschauen schlug. Aktuell ist bzw. war er in der vergangenen Spielzeit in mehreren Produktionen zu sehen: „Die Sieben Todsünden / 100 Leidenschaften“, in „Clivia“ als Juan Damigo, als Anthony Hope in „Sweeney Todd“, als Grimm in „Grimm!“ und als Pippin in „Pippin“. Anekdotisches ergänzte die Erzählungen, denn der Theaterbetrieb ist voller vergnüglicher Geschichten, die von den Beteiligten gern und nur zu solchen Anlässen verraten werden.

Das Publikum dieses gelungenen Abends verweilte noch in einer lockeren Gesprächsrunde, ging beschwingt nach Hause und freute sich auf die nächsten Auftritte von Gero Wendorff sowie auch auf die Plaudereien beim nächsten Stammtisch am 17.7.24 mit Mitarbeitern der Tontechnik.

Lutz Kuntzsch

5. Operettenstammtisch – Die Intendantin zu Gast

Der Operetten-Stammtisch ging am 21. Februar in sein 2. Jahr und erlebte seine 5. Auflage. Gast war keine geringere als die Intendantin der Staatsoperette Kathrin Kondaurow.
Im übervollen Salon der Kulturwirtschaft berichtete sie über die Stationen ihres Lebens: Berlin, Jena/Weimar und Dresden

Sie durchlief seit ihrer jüngsten Kindheit eine intensive musikalische Ausbildung, an verschiedenen Musik(hoch)schulen und studierte Jura, Musikwissenschaft, Kulturmanagement und Französische Literaturwissenschaft in Berlin, Weimar und Jena mit Schwerpunkt auf Musiktheater und Theatermanagement. Bereits während ihres Studiums war sie in verschiedenen Bereichen des Theaters tätig: im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Staatsoper Berlin, als Regieassistentin am Theater Erfurt sowie regelmäßig in der Dramaturgie am Deutschen Nationaltheater Weimar. Im Bereich des Konzert- und Kulturmanagements kuratierte sie für die Hochschule für Musik Franz LISZT Weimar eine eigene Konzertreihe und arbeitete in der Künstleragentur weim|art.

Auch hatte sie mehrfach die künstlerische und organisatorische Leitung des Weimarer Opernballs inne. All das waren gute Voraussetzungen für ihre jetzige Tätigkeit. Mit Beginn der Spielzeit 2019/20 übernahm sie die Intendanz der Staatsoperette Dresden und hatte zu Zeiten der Pandemie sicher keinen leichten Start, hat das Haus souverän durch diese gesellschaftliche Krise gebracht. Kontrovers diskutiert wurde im Anschluss über einzelne Aufführungen und die Frage, wie in Zukunft durch erfolgreiche Musicals ein jüngeres Publikum ins Haus gelockt werden kann

Weitere Stammtische werden sich am 8. Mai und am 17. Juli anschließen.
Lutz Kuntzsch

Posts navigation

1 2 3
Scroll to top